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Gastseite: Landschaftspflegeverband Ostrügen e. V.

Die Informationen dieser Seite wurden durch Sabine Bath vom Landschaftspflegeverband Ostrügen e. V. zusammengestellt.

Fördertitel: Programm zur Errichtung und Sicherung schutzwürdiger Teile von Natur und Landschaft mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung - Gewässerrandstreifenprogramm

Projekt. Ostrügensche Boddenlandschaft

Dieses Bundesförderprogramm gibt es seit 1979. Obwohl der Naturschutz prinzipiell Ländersache ist, fördert der Bund Gebiete, die bezüglich der Naturausstattung, Naturnähe, Repräsentanz und Gefährdung für das Gebiet der BRD von besonderer Bedeutung sind.

Das vorgestellte Projektgebiet erfüllt diese Kriterien. Es umfasst Teile der Insel Rügen mit herausragender Bedeutung für den Naturschutz, insbesondere für den Arten- und Biotopschutz. Zielstellung ist es, dieses Gebiet nach Maßgabe von naturschutzfachlichen Zielen zu sichern und zu entwickeln und den Gefährdungen für Natur und Landschaft wie z. B.

  • chemieintensive landwirtschaftliche Produktion,
  • Landschaftsverbrauch in großem Stil durch Zersiedlung, Verbauung, Bodenversieglung, damit verbunden die Zerstörung von Lebensräumen,
  • Zerstörung der Moore durch Entwässerung,
  • Uferzerstörung mit Röhrichtrückgang durch Wassersport und Uferbebauung,
  • Gefährdung der großen Rast- und Ruheplätze für Zugvögel (Kraniche und Gänse)

    entgegen zu wirken.

Als Träger für dieses Förderprojekt wurde 1994 der Landschaftspflegeverband Ostrügen e.V. gegründet. Ihm gehören 9 Gemeinden im Territorium des Projektgebietes, der Landkreis Rügen und der Verband INSULA RUGIA e.V. an.

Auf der Grundlage eines zu Beginn der Projektlaufzeit erstellten flächenscharfen Pflege- und Entwicklungsplanes werden folgende Maßnahmen durchgeführt:

  • Ausgleichszahlungen an Landwirte für eine bis zu 30jährige Extensivierung auf Acker und Grünland in Kerngebieten und damit Schaffung von Einkommensalternativen zur intensiven Landwirtschaft,
  • Landankäufe durch den Träger als "Sicherungskäufe" und als rechtliche Voraussetzung für biotopersteinrichtende Maßnahmen,
  • Biotopersteinrichtende Maßnahmen wie Renaturierung des Wasserhaushaltes auf Moorflächen, Entwicklung von Trocken- und Magerrasen und Salzwiesen, Rückbau militärischer und touristischer Altlasten, Besucherlenkung,
  • Waldumbau durch Naturverjüngung.

     

Viele Projekte konnten wir bisher erfolgreich abschließen, wie z.B. den Rückbau der russischen Militärliegenschaft Klein Zicker, die Entbuschung der Feuersteinfelder, die Renaturierung des Südwestpolders Neuensien, die Entschlammung des Saiser Baches sowie die Wiederherrichtung des Waldparkes Semper. Fachliche Unterstützung bei der Umsetzung des Projektes erhielt der Träger durch BfN, LUNG, StAUN, Umweltamt Rügen und das Biosphärenreservatsamt Südost-Rügen.

Darüber hinaus hatte der Landschaftspflegeverband viele Partner aus der Region, von denen an dieser Stelle nur einige Beispiele genannt werden können: Forstamt Rügen, BImA, WBV-Rügen, Sponsoren wie Sparkasse Rügen, Lübzer Brauerei, Kurt-Lange-Stiftung u.a.

 

Eckdaten des Projektes:

Projektbeginn: 1995

Projektende: 2008

Finanzieller Gesamtumfang: ca. 12 Mio €

Finanzierungsmodell: 73,7% Bund

16,7% Land

9,9 % Träger

Projektgebietsfläche: 248 km2

Kerngebietsfläche: 111 km2



Darstellung des Projektgebietes

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